München: Burgen und Schlösser
Dieses Album über Burgen und Schlösser in München und Schleißheim vermittelt nur einen ersten Eindruck.
Mehr dazu finden Sie in den jeweils angegebenen Alben.
Alter Hof
1255 verlegte der Wittelsbacher Herzog Ludwig der Strenge seine Hofhaltung von Landshut in eine bereits seit dem 12. Jahrhundert existierende Burg in München, und sein Sohn Ludwig IV. machte daraus die erste feste Kaiserresidenz in Deutschland. Die Reichskleinodien ließ Ludwig der Bayer nach München bringen und in der Lorenzikapelle aufbewahren.
Herzog Johann II. begann um 1385 mit dem Bau der gotischen Neuveste, die später zum ältesten Teil der Münchner Residenz wurde, und für die bereits länger bestehende Burg kam die Bezeichnung »Alter Hof« auf.
Als die Herzöge im 16. Jahrhundert in die Residenz umzogen, blieb der Alte Hof Verwaltungssitz. Das im 17. Jahrhundert am Pfisterbach gebaute erste Hofbräuhaus wurde 1831/32 durch einen vom Architekten Georg Friedrich Ziebland* (1800 – 1873) gestalteten Neubau für die Steuerkataster-Kommission ersetzt. Und am Ort der 1818 abgerissenen Hofkirche St. Lorenz baute der Architekt Mathias Rösler 1816 bis 1819 den klassizistischen Lorenzistock.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Alte Hof zerstört. Mit begrenzten Mitteln erfolgte in den Fünfzigerjahren ein eingeschränkter und vereinfachter Wiederaufbau.
Obwohl das Zentralfinanzamt 1999 auszog, sanierte man die Dachstühle und die Bausubstanz. 2001 wurden die in den Fünfzigerjahren wiedererrichteten Gebäudeteile Pfisterstock und Brunnenstock abgerissen und nach Plänen des Architekturbüros Auer+Weber+Assoziierte noch einmal neu gebaut. Den Lorenzistock restaurierte man nach Entwürfen des Architekten Peter Kulka (1937 – 2024).
Die Dauerausstellung »Münchner Kaiserburg« im spätgotischen Kellergewölbe des Alten Hofs informiert über die Stadtgeschichte, den Herrschaftssitz und vor allem Kaiser Ludwig IV. (1282 – 1347), den bedeutendsten Bewohner des Alten Hofs. Als erster Wittelsbacher wurde Ludwig der Bayer 1314 zum römisch-deutschen König gewählt und 1328 in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ausgerufen – gegen den Willen des Papstes.
Das älteste Gebäudeelement des Alten Hofs ist ein Stück aus der um 1200 gebauten Burgmauer, die aus einer Füllung mit Kieselsteinen zwischen zwei Mauerschalen bestand. Ein Querschnitt davon ist in der Ausstellung »Münchner Kaiserburg« zu sehen.
*) Mehr zu Georg Friedrich Ziebland im Album über Architekten


Album Graggenauer Viertel
Residenz München
Herzog Ludwig II. der Strenge verlegte seine Hofhaltung 1255 von Landshut nach München, residierte aber noch im → Alten Hof. Herzog Wilhelm IV. ließ in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts anstelle der ab 1385 an der Nordostecke der zweiten Münchner Stadtbefestigung errichteten gotischen Wasserburg (Neuveste) den ältesten Teil der Residenz anlegen. Von 1508 bis 1918 war die Münchner Residenz Sitz der Herzöge, Kurfürsten und Könige von Bayern aus dem Haus Wittelsbach.
In Vorwegnahme seiner späteren (1623) Erhebung zum Kurfürsten ließ Herzog Maximilian I. die Residenz München in zwei Bauphasen von 1600 bis 1605 und 1612 bis 1616 mit dem Kaiserhof sowie den Prunkzimmern, der Hofkapelle und der Reichen Kapelle zum prachtvollen Fürstensitz erweitern. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Residenz schrittweise von den Architekten Friedrich Sustris*, Joseph Effner*, François de Cuvilliés d. Ä.* und Leo von Klenze* ausgebaut. Sie weist nun Stilmerkmale von Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus auf (Baugeschichte der Münchner Residenz).
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Residenz München zerstört, aber schon im Mai 1945 richtete man ein Baubüro für den Wiederaufbau ein. Dessen Leitung übernahm 1953 Otto Meitinger (1927 – 2017). Die Arbeiten dauerten Jahrzehnte und wurden erst mit der Wiedereröffnung der Allerheiligen-Hofkirche 2003 abgeschlossen.
Heute gilt die Münchner Residenz als größtes Stadtschloss in Deutschland.
*) Mehr zu François de Cuvilliés, Joseph Effner, Leo von Klenze und Friedrich Sustris im Album über Architekten
Antiquarium
Jacopo Strada und Simon Zwitzel entwarfen das 1568 bis 1571 vom Hofbaumeister Werner Egckl im Auftrag Herzog Albrechts V. für dessen Sammlung antiker Skulpturen errichtete 66 Meter lange Antiquarium. Es wurde der größte profane Renaissanceraum nördlich der Alpen. Wilhelm V. und Maximilian I. funktionierten das 1581 bis 1600 von dem Architekten Friedrich Sustris entsprechend umgestaltete Antiquarium zum Fest- und Bankettsaal um. Die 16 Gemälde im Scheitel des Gewölbes entstanden um 1615/20 in der Werkstatt des Hofkünstlers Peter Candid (um 1548 – 1628).
Im Zweiten Weltkrieg stürzte das Gewölbe ein, aber es wurde Mitte der Fünfzigerjahre unter Leitung des Architekten und Denkmalpflegers Otto Meitinger (1927 ‒ 2017) wieder aufgebaut. Heute ist das Antiquarium nicht nur der älteste erhaltene Raum der Münchner Residenz, sondern auch der größte Renaissancesaal nördlich der Alpen.
Album Residenz-Museum
Brunnenhof
Nordöstlich des 1568 bis 1571 für Herzog Albrecht V. gebauten → Antiquariums ließ Herzog Maximilian I. (ab 1623: Kurfürst) einen achtseitigen Residenzhof anlegen. 1608 kam er in den Besitz eines Brunnens am Rindermarkt, der seinem Bruder Ferdinand gehört hatte. Den ließ er in den Residenzhof bringen und dabei vom Bildhauer Hubert Gerhard* und dessen Schüler Hans Krumpper* 1611 bis 1623 neu gestalteten. Die Hauptfigur des Herzogs Otto I. von Wittelsbach war bereits 1593 für das Grabmal von Herzog Wilhelm V. gegossen worden. (Früher glaubte man irrtümlich, die Hauptfigur stelle den Agilolfinger-Herzog Theodo dar und sprach deshalb vom Agilolfingerbrunnen.) Der monumentale Wittelsbacher Brunnen in der Münchner Residenz (nicht zu verwechseln mit dem → Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz) ist einer der ältesten Brunnen in München. Im 17. Jahrhundert fanden im Brunnenhof höfische Turnierfeste statt. Die Figuren wurden in den Achtzigerjahren durch Abgüsse ersetzt.
*) Mehr zu Hubert Gerhard und Hans Krumpper im Album über Kunst im öffentlichen Raum




Album Residenz München
Hofgarten
Als Herzog Wilhelm IV. von Bayern die Residenz der Wittelsbacher vom → Alten Hof in die Neuveste verlegte, ließ er ab 1526 anstelle eines wohl schon Anfang des 15. Jahrhunderts existierenden »Baumgartens auf dem Bach« nördlich der Residenz einen Park im Stil der italienischen Renaissance anlegen, den Maximilian I. 1613 bis 1617 zum heutigen Hofgarten erweiterte und Kurfürst Karl Theodor um 1780 zumindest teilweise für die Bevölkerung öffnete. (Kurfürst Max Emanuel (1662 – 1726) hatte seinen Plan, den Hofgarten bis zur Schlossanlage Schleißheim zu verlängern, nicht realisieren können.)
Bei der Neuanlage des im Zweiten Weltkrieg verwüsteten Hofgartens wählte der Gartenarchitekt Kurt Hentzen (1906 – 1960) eine Kombination aus Renaissance- und Landschaftsgarten nach historischen Vorbildern.
Den zwölfeckigen Pavillon im Zentrum des Hofgartens in München errichtete der Hofbaumeister Heinrich Schön der Ältere 1615. Im Inneren fallen vier Muschelbrunnen auf. Die Bronzefigur auf dem Dach hatte der Hofbildhauer Hubert Gerhard** bereits um 1590 geformt. (Inzwischen handelt es dabei sich um eine Kopie. Das Original der Tellus Bavarica befindet sich im Residenzmuseum.) Die Vorläuferin von Bavaria-Darstellungen trägt über dem rechten Arm eine Hirschdecke (Jagd) und hält Getreideähren (Landwirtschaft) in der linken Hand. Zu ihren Füßen befindet sich ein Salzfass (Handel). Der Reichsapfel kam erst in der Kurfürstenzeit dazu. Weil viele die Figur für eine Darstellung der Jagdgöttin Diana halten, bürgerte sich auch die Bezeichnung »Dianatempel« ein.
*) Mehr zu Joseph Wackerle im Album über Brunnen
**) Mehr zu Hubert Gerhard im Album über Kunst im öffentlichen Raum
Hofgartenarkaden / Hofgarten-Tempietto und Theatinerkirche (Fotos: vor 1985 / Juni 2023 / 2018)
Album Hofgarten
Kaisersaal
Der 1612 bis 1616 erbaute Festsaal der Münchner Residenz wurde ab 1673 als Kaisersaal bezeichnet. Kurfürst Max Joseph (ab 1806: König) ersetzte den Kaisersaal durch Wohnräume. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Trakt zerstört. 1980 bis 1985 restaurierte man statt der späteren Wohnräume den ursprünglichen Kaisersaal.




Album Residenz-Museum
Cuvilliés-Theater
Der 1740 von Nikolaus Gottfried Stuber (1688 – 1749) zum Theater umgebaute St.-Georgs-Saal in der Neuveste wurde 1749 von Giovanni Paolo Gaspari (1712 – 1775) noch einmal umgestaltet – aber im März 1750 durch ein Feuer zerstört.
Daraufhin ließ Kurfürst Maximilian III. Joseph 1751 bis 1753 auf dem Areal des abgerissenen Franziskanerklosters neben der Residenz vom Maurermeister Leonhard Matthäus Gießl (1707 – 1785) nach Plänen von François de Cuvilliés dem Älteren* und dessen Schüler Karl Albert von Lespilliez (1723 – 1796) ein neues Theater errichten, das von Anton Pichler (um 1690 – 1761), Johann Baptist Straub (1704 – 1784) und Johann Joachim Dietrich (1690 – 1753) kunstvoll ausgestattet wurde. Giovanni Paolo Gaspari war erneut für die Bühnenausstattung verantwortlich.
König Ludwig I. ließ die Innenausstattung des Rokoko-Theaters entfernen, aber sein Nachfolger Maximilian II. Joseph gab eine Restaurierung in Auftrag, und 1857 konnte das Cuvilliés-Theater wiedereröffnet werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand 1949 bis 1951 auf den Grundmauern der alten Bühne im Nordosten des → Max-Joseph-Platzes ein neues → Residenztheater.
Weil man die aus Holz bestehenden Teile des Cuvilliés-Theaters kurz vor der Zerstörung der Gebäude durch Luftangriffe ausgelagert hatte, konnte 1956 bis 1958 ein Wiederaufbau erfolgen, und zwar im Apothekenstock der Residenz nach einem Konzept des Architekten Rudolf Esterer und unter Leitung von Otto Meitinger.
*) Mehr zu François de Cuvilliés im Album über Architekten
Album Residenz-Museum
Königsbau der Residenz
Als König Ludwig I. am 13. Oktober 1825 seinem Vater Maximilian I. Joseph auf den Thron folgte, plante er sogleich eine Erweiterung der Münchner Residenz durch den Neubau eines Wohnpalastes im Süden des Areals. Der Architekt Leo von Klenze* errichtete den klassizistischen »Königsbau« 1826 bis 1835 und ließ sich dabei auf Weisung des Königs von der italienischen Renaissance inspirieren. Die Hauptfassade aus Grünsandstein am → Max-Joseph-Platz erinnert an die Palazzi Pitti und Rucellai in Florenz. Während die spätklassizistischen Räume des Königs im pompejanischen Stil mit Szenen aus der Antike bemalt wurden, ließ Klenze – der nicht nur für die Architektur, sondern auch für die Ausgestaltung verantwortlich war – die der Königin mit Darstellungen von Szenen aus Werken deutschsprachiger Dichter schmücken. Die Möbel wurden 1834/35 von Münchner Tischlern und Bildhauern angefertigt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde auch der Königsbau zerstört. Ein erhaltenes Rauminventar ermöglichte es, die Räume bis 1980 wieder so wie 1835 zu möblieren.
*) Mehr zu Leo von Klenze im Album über Architekten


Album Residenz-Museum
Residenz-Schatzkammer
1565 ordnete Herzog Albrecht V. (1528 – 1579) an, dass Kleinodien des Hauses Wittelsbach einen unveräußerlichen Schatz bilden sollten. Seine Nachfolger erweiterten die Sammlung im Lauf der Jahrhunderte, und Kurfürst Karl Theodor (1724 – 1799) ergänzte sie um den »Pfälzer Schatz«. Seit dem frühen 17. Jahrhundert kamen auch sakrale Kunstwerke dazu. 1958 wurde die Schatzkammer der Münchner Residenz in zehn Räumen im ehemaligen Küchentrakt des Königsbaus neu eröffnet. Sie gehört neben den Preziosensammlungen in Wien und Dresden zu den bedeutendsten Sammlungen der Welt.
Kurfürst Maximilian IV. Joseph avancierte mit Wirkung vom 1. Januar 1806 zu König Maximilian I. Joseph (Stadtgeschichte). Am 3. März 1806 erhielt der Frankfurter Juwelier Frères Borgnis den Auftrag, die Herstellung der Kroninsignien in Paris zu organisieren. Die Entwürfe werden dem Architekten Charles Percier zugeschrieben. Der Goldschmied Martin Guillaume Biennais fertigte 1806 in Paris die Krone des Königreichs Bayern an. Angeliefert wurden die Kroninsignien am 2. März 1807. Die Könige trugen sie zwar nicht, aber bei ihrer Inthronisierung und bei königlichen Begräbnissen wurde sie präsentiert.


1642 heiratete Anna Katharina Konstanze Wasa, die Tochter des polnischen Königs Sigismund III. Wasa, Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg. Durch sie gelangte das um 1600 vermutlich in Mailand hergestellte Bergkristall-Becken in den Besitz der Wittelsbacher. ‒ Herzog Johann Friedrich von Württemberg erwarb 1615 von dem Händler Prospero Lombardi das Becken aus 17 Bergkristall-Teilen aus der Werkstatt der Miseroni in Mailand.


Album Residenz-Schatzkammer
Staatliche Münzsammlung München
Die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Herzog Albrecht V. im heutigen → Alten Münzhof gegründete Kunstkammer sammelte von Anfang an auch Münzen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde München zwar 1632 gegen eine exorbitante Lösegeldzahlung nicht zerstört, aber die Schweden plünderten die Kunstkammer (Stadtgeschichte).
Die übrig gebliebenen Münzen bildeten den Grundstock einer kurfürstlichen Münzsammlung in der Residenz, in die Ende des 18. Jahrhunderts eine kleinere Münzsammlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eingebracht wurde. Außerdem brachte Kurfürst Karl Theodor 1777 die kurpfälzische Münzsammlung mit nach München. 1807 übernahm die Akademie der Wissenschaften die inzwischen königliche Münzsammlung, und im Jahr darauf wurde die »Bayerische Verordnung zum Schutze aufgefundener Münzen und anderer Altertümer« erlassen.
Die heutigen Ausstellungsräume in der Residenz wurden 1963 eröffnet (Residenzstraße 1). Die zentrale numismatische Sammlung Bayerns umfasst inzwischen mehr als 300.000 Münzen, Banknoten und Medaillen, Gemmen und Kameen von der Antike bis zur Gegenwart. Die ältesten Exponate stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Zur Staatlichen Münzsammlung München gehört außerdem die größte öffentliche numismatische Bibliothek in Deutschland.


Album über die Staatliche Münzsammlung München
Schloss Nymphenburg
Baugeschichte
Der bayrische Kurfürst Ferdinand Maria erwarb ab 1663 ein Areal östlich des → Schlosses Blutenburg und ließ dort 1664 bis 1675 für seine Gemahlin Henriette Adelheid von Savoyen ein Landschloss errichten, dem sie den Namen »borgo delle nimfe« (Nymphenburg) gab. Es war ein Geschenk für sie, weil sie einen Thronfolger geboren hatte.
Von Amedeo Castellamonte (1613 – 1683), dem Architekten des piemontesischen Jagdschlosses Venaria Reale, das als Vorbild diente, stammten die ursprünglichen Entwürfe für das kubische Schloss. Die Planung übernahm zunächst Agostino Barelli*, der Architekt der Münchner → Theatinerkirche, und die Bauleitung oblag dem Hofbaumeister Marx (Markus) Schinnagl, bis er von Lorenzo Perti abgelöst wurde.
1675 begann Andreas Römer mit der Stukkierung der Räume.
Unter Kurfürst Max II. Emanuel wurde 1701 der Grundstein für die Erweiterung des Anwesens zur barocken Schlossanlage durch Enrico Zuccalli* und Giovanni Antonio Viscardi* gelegt. Bis 1704 bauten sie die beiden Galerien neben dem Hauptschloss und die Pavillons. Der Hofbaumeister Joseph Effner* gestaltete 1716 bis 1719 die Fassaden des Haupttrakts nach französischem Vorbild um. Und im 19. Jahrhundert gab zunächst König Maximilian I. Joseph Umgestaltungen in Auftrag, dann arbeitete Leo von Klenze* für König Ludwig I. weiter an Schloss Nymphenburg.
*) Mehr zu Agostino Barelli, Joseph Effner, Leo von Klenze, Giovanni Antonio Viscardi und Enrico Zuccalli im Album über Architekten
Das Schloss

Schlossrondell: Fliederblüte (Fotos: April 2026)


Arbeitszimmer der Königin
Die Wandbespannung des Arbeitszimmers der Königin Karoline im Empire-Stil wurde um 1808 von der Seidenmanufaktur Camille Pernon in Lyon hergestellt. Nachdem im Fundus der Tapeziererwerkstatt der Schlösserverwaltung Fragmente dieser ursprünglichen Wandbespannung entdeckt worden waren, konnten in einem Textilarchiv Originalmuster des Damasts und der Bordüren aufgespürt werden. So war es möglich, bei der Restaurierung des Raumes 2020 die Wandbespannung aus blauem Seidendamast mit ungewöhnlichem Sonnenblumendekor und orangegelben Bordüren fadengetreu nachzuweben.


Album Schloss Nymphenburg
Parkburgen
Der doppelgeschossige, achteckige Bau der Pagodenburg – der ältesten zum Nymphenburger Schloss gehörenden Parkburg – wurde von Kurfürst Max Emanuel entworfen und von Joseph Effner* 1716 bis 1719 errichtet. 1767 gestaltete François Cuvilliés der Ältere* das Bauwerk im Stil des Rokoko um.
Joseph Effner* baute 1718 bis 1724 für Kurfürst Max Emanuel auch die Badenburg im Nymphenburger Schlosspark, ein Gebäude, das als erstes beheizbares Hallenbad der Neuzeit gilt. 1983/84 wurde es restauriert.
*) Mehr zu François Cuvilliés und Joseph Effner im Album über Architekten


Kurfürst Max Emanuel ließ Joseph Effner* 1725 bis 1728 die Magdalenenklause im Schlosspark Nymphenburg errichten. Die Fertigstellung erlebte er jedoch nicht mehr.
Bei der 1734 bis 1739 nach Plänen von François Cuvilliés dem Älteren* gebauten Amalienburg handelt es sich um ein Jagdschlösschen im Rokoko-Stil, das Kurfürst Karl Albrecht seiner Frau Maria Amalia schenkte. Von einer Plattform in der Dachmitte konnten Fasane geschossen werden. Die Stuckarbeiten stammen von Johann Baptist Zimmermann.
*) Mehr zu François Cuvilliés, Joseph Effner und Johann Baptist Zimmermann im Album über Architekten


Album Schlosspark Nymphenburg
Schlosspark Nymphenburg
1715 begannen Dominique Girard und Joseph Effner*, den Schlossgarten zu erweitern und ein Kanalsystem zu bauen, um Wasser von der Würm heranzuführen. Kurfürst Karl Theodor öffnete den Nymphenburger Park 1792 fürs Volk. Der Gartenbaudirektor Friedrich Ludwig von Sckell* (1750 – 1823), der bereits 1777 im Schwetzinger Schlossgarten einen französischen Barockgarten und englischen Landschaftspark harmonisch verbunden hatte, schuf 1804 bis 1807 den südlichen Landschaftsgarten in Nymphenburg, 1810 bis 1823 den nördlichen. Das barocke Parterre behielt er bei. Der unter Denkmalschutz stehende und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Nymphenburger Schlosspark gilt als eines der größten und bedeutendsten Gartenkunstwerke Deutschlands.
*) Mehr zu Joseph Effner und Friedrich Ludwig von Sckell im Album über Architekten





Album Schlosspark Nymphenburg
Marstallmuseum
Der Fuhrpark der Wittelsbacher wurde ab 1923 in der ehemaligen Hofreitschule am Marstallplatz ausgestellt. Im Zweiten Weltkrieg lagerte man die Sammlung ins Schloss Nymphenburg aus, und in den ehemaligen unter Kurfürst Karl Albrecht 1740 gebauten Stallungen wurde 1952 das Marstallmuseum eröffnet. Mit Bildern und Reitzubehör sowie mehr als 40 repräsentativen Kutschen und Schlitten zeigt es die Geschichte des Marstalls von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert.
Die königlichen Hofwagenfabrikanten Franz Paul Gmelch und Johann Michael Mayer bauten für König Ludwig II. 1870/71 den sog. Neuen Galawagen nach Entwürfen des Künstlers und Hoftheaterdirektors Franz von Seitz (1817 – 1883). Das Gemälde an der Tür stellt die Schlacht bei Fontenai vom 11. Mai 1745 dar.


Album Schloss Nymphenburg: Museen
Museum »Nymphenburger Porzellan«
Im Obergeschoss des Marstallmuseums befindet sich das Museum »Nymphenburger Porzellan« mit der Sammlung Bäuml. Unter der Leitung des aus Toužim (Theusing) in Tschechien stammenden Albert Bäuml (1855 – 1929) blühte die 1747 von Kurfürst Max III. Joseph im Paulanergarten zu Neudeck in der Au gegründete, 1761 nach Nymphenburg verlegte und inzwischen heruntergewirtschaftete Nymphenburger Porzellanmanufaktur ab 1888 wieder auf.
Der Pfau wurde nach einem Entwurf des Tierbildhauers und Porzellanbildners Theodor Kärner (1884 – 1966) aus dem Jahr 1905 gestaltet und 1921 von Robert Böck bemalt.
Joseph Wackerle (1880 – 1959) war Medailleur und Bildhauer. Von 1905 an arbeitete er ein halbes Jahrhundert lang mit der Porzellan Manufaktur Nymphenburg zusammen, und 1937 gestaltete er mit Oswald Bieber den → Neptunbrunnen im → Alten Botanischen Garten.
*) Mehr zu Joseph Wackerle im Album über Brunnen


Album Schloss Nymphenburg: Museen
Museum »Mensch und Natur«
Das 1990 im Schloss Nymphenburg eröffnete Naturkundemuseum »Mensch und Natur«, ein Museum der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, veranschaulicht die Entstehung des Sonnensystems, die Entwicklung der Erde und des Lebens ebenso wie die menschliche Anatomie. Thematisiert werden auch Fragen der Ernährung und des Umweltschutzes.
Der Freistaat Bayern beschloss 2014, das Museum »Mensch und Natur« unter dem Namen »Biotopia. Naturkundemuseum Bayern« in einem vom Architekten Volker Staab entworfenen Neubau von 2500 auf mehr als 7000 m² Ausstellungsfläche zu erweitern. Die Eröffnung ist für 2028 geplant.


Album Schloss Nymphenburg: Museen
Schloss Blutenburg
Das von der Würm umflossene Schloss Blutenburg geht auf eine kleine Wasserburg des 13. Jahrhunderts zurück. 1431 bis 1440 ließ der spätere Herzog Albrecht III. die Anlage (»Pluedenburg«) zu einem Landsitz ausbauen. Von 1508 an diente die spätgotische Blutenburg als Jagdschloss. 1676 erwarb der Münchner Notar Freiherr Anton von Berchem die inzwischen marode Anlage und ließ sie umbauen. Aus dieser Zeit stammt der Zwiebelturm der Kapelle. Von 1980 bis 1983 dauerten umfangreiche Sanierungen.


Album Pasing-Obermenzing
Schlossanlage Schleißheim
Altes Schloss
Ab 1595 erwarb Herzog Wilhelm V. (reg. 1579 – 1598) mehrere Schwaigen und ließ dort bis 1600 ein Herrenhaus mit Wirtschaftsgebäuden errichten (»Wilhelmsbau«). Aus dieser Zeit blieb der Tor- und Uhrturm erhalten. Sein Sohn, der spätere Kurfürst Maximilian I., ließ das Herrenhaus bis auf die Kellermauern abbrechen und 1617 bis 1623 durch ein Renaissance-Schloss ersetzen (Altes Schloss). Der Hofbaumeister Heinrich Schön d. Ä. führte das Projekt nach Plänen von Hans Krumpper* aus.
*) Mehr zu Hans Krumpper im Album über Architekten

Das im Zweiten Weltkrieg großenteils zerstörte Alte Schloss wurde 1970 bis 1989 wieder aufgebaut und dabei zum Museum für die ökumenische Sammlung »Das Gottesjahr und seine Feste«, die Gertrud Weinhold 1899 – 1992) dem Freistaat Bayern vererbte. Ausgestellt sind mehr als 6000 Exponate zur religiösen Fest- und Alltagskultur verschiedener Ethnien und Religionen.
Alben Schleißheim und Schlossanlage Schleißheim
Schloss Lustheim
Kurfürst Maximilian II. Emanuel vermählte sich 1685 mit Erzherzogin Maria Antonia von Österreich, der einzigen noch lebenden Tochter des Kaisers Leopold I., weil sie als mögliche Erbin des spanischen Königs Karl II. galt (Stadtgeschichte). 1684 bis 1688 ließ er eineinhalb Kilometer östlich des (Alten) Schlosses von Enrico Zuccalli* ein hochbarockes Gartenpalais bauen: Schloss Lustheim. Kurfürstin Maria Antonia starb allerdings bereits am 24. Dezember 1692 in Wien.
*) Mehr zu Enrico Zuccalli im Album über Architekten


1971 richtete das Bayerische Nationalmuseum in München ein Zweigmuseum im Schloss Lustheim in Oberschleißheim ein. In der Dauerausstellung sind mehr als 2000 Exponate aus der von Ernst Schneider (1900 – 1977) zusammengetragenen Porzellan-Sammlung zu sehen: »Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider«. Was hier an Meißener Porzellan präsentiert wird, lässt sich nur mit der Porzellansammlung im Dresdener Zwinger vergleichen.


Album Schlossanlage Schleißheim: Museen
Neues Schloss
In Erwartung der Kaiserkrone plante Kurfürst Maximilian II. Emanuel ab 1701 eine Residenz nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles. Vorgesehen war eine Vierflügelanlage mit dem Alten Schloss als Westflügel. Während des Spanischen Erbfolgekriegs (Stadtgeschichte) mussten die Arbeiten ausgesetzt werden. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil (1715) ließ Kurfürst Max Emanuel zuerst die Schlösser Nymphenburg und Dachau umgestalten und das Jagdschloss Fürstenried errichten, bevor 1719 auch die Bauarbeiten in Schleißheim weitergingen.
Allerdings konnte nur der 300 Meter breite Ostflügel – das Neue Schloss – von Joseph Effner* (1687 – 1745) realisiert werden. Die ursprünglichen Pläne stammten von Enrico Zuccalli*, aber bei der Fassade und der Innenarchitektur setzten sich Joseph Effners Vorstellungen durch. Sie entsprechen dem Stil des Régence. 1726 starb Kurfürst Max Emanuel, und die Bauarbeiten wurden beendet. Leo von Klenze* gestaltete 1819 die barocke Fassade klassizistisch um, aber beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg orientierte man sich an Effners Entwürfen.
*) Mehr zu Joseph Effner, Leo von Klenze und Enrico Zuccalli im Album über Architekten

Das Vestibül, die dreischiffige Eingangshalle mit toskanischen Säulen aus Tegernseer Marmor, entstand 1723. Der Barock-Künstler Nikolaus Gottfried Stuber (1688 – 1749) malte die Flachkuppeln illusionistisch aus.
Die halbrunden Nischen an den Stirnseiten der Sala terrena waren für Brunnen des flämischen Bildhauers Guillielmus de Grof (1676 – 1742) vorgesehen, die allerdings ausblieben. Der Italiener Giuseppe Volpini (1670 – 1729) gestaltete die Tonreliefs mit Meeresszenen als Supraporten über den Ausgängen. Und die Stuck vortäuschende Grisaille-Deckenmalerei stammt von Nikolaus Gottfried Stuber.


Das prunkvolle von Enrico Zuccalli* entworfene Treppenhaus im Zentrum des Neuen Schlosses Schleißheim ist der bedeutendste Raum. Es wurde 1720 bis 1722 gebaut, und 1847/48 von Leo von Klenze* in die heutige Form gebracht. Cosmas Damian Asam* malte das Kuppelfresko: Venus in der Schmiede des Vulkans bei der Anfertigung von Waffen für ihren Sohn Aeneas.
Johann Baptist Zimmermann* stuckierte um 1720 den zweigeschossigen Großen Saal nach Entwürfen von Joseph Effner*, und der Münchner Künstler Franz Josef Beich (1665 – 1748) malte die beiden riesigen Bilder über kriegerische Erfolge von Max Emanuel. Das Deckenfresko stammt von Jacopo Amigoni (1682 – 1752): »Kampf zwischen Aeneas und Turnus um die Hand der Königstochter Lavinia« (um 1720/25). Der siegreiche Aeneas steht für Max Emanuel.
*) Mehr zu Cosmas Damian Asam, Joseph Effner, Leo von Klenze, Johann Baptist Zimmermann und Enrico Zuccalli im Album über Architekten


Album Schlossanlage Schleißheim: Museen
Schloss Fürstenried
Poschetsried
Nachdem der Forstenrieder Wald ab 1687 zu einem Jagdpark ausgebaut worden war, erwarb Kurfürst Maximilian Emanuel 1715 die Schwaige Poschetsried von Ferdinand Joseph von Hörwarth und ließ das Herrenhaus von seinem Hofbaumeister Joseph Effner* bis 1717 zu einem Jagdschloss mit Barockgarten umgestalten.
*) Mehr zu Josef Effner im Album über Architekten
Kurfürstinnen
Zur Geburt des Thronfolgers Max Joseph im März 1727 bekam Kurfürstin Maria Amalia das Schloss Fürstenried als Geschenk von ihrem Gemahl Karl Albrecht, der im Jahr zuvor Kaiser Karl VII. geworden war. (1734 bis 1739 ließ Karl Albrecht auch noch die → Amalienburg für sie bauen.)
Nach dem Tod des bayrischen Kurfürsten Max III. Joseph im Dezember 1777 bewohnte seine Witwe Maria Anna Sophia von Sachsen, eine Tochter des Königs August III. von Polen, das Schloss Fürstenried knapp 20 Jahre lang. 1796, im Jahr vor ihrem Tod, war das Schloss von französisch-republikanischen und kaiserlichen Truppen umkämpft, und im Oktober 1800 quartierten sich Franzosen dort ein. Während des Deutschen Krieges 1866 und des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 (und auch später) nutzte man das Schloss als Lazarett.
Otto von Wittelsbach
1881 kam Schloss Fürstenried in den Privatbesitz des Prinzen Otto von Wittelsbach (1848 – 1916), der 1886 nominell König von Bayern wurde, aber aus psychischen Gründen regierungsunfähig war. Aufwendige Umgestaltungen passten die Anlage an die Bedürfnisse des isolierten Kranken an. Beispielsweise rekonstruierte der Hofgartenintendant Carl von Effner* den von seinem Urgroßvater angelegten Barockgarten – und sorgte für den Erhalt der alten Linden.
*) Mehr zu Carl von Effner im Album über Denkmäler
Katholische Kirchenstiftung Fürstenried
Seit 1925 (aber mit Unterbrechungen) nutzt das Bistum München und Freising das Schloss, das die eigens gegründete Katholische Kirchenstiftung Fürstenried 1929 vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds erwarb. 1972 bis 1976 und 2002 bis 2010 modernisierte das Architektenbüro Claus + Forster das Schloss.


Album Schloss Fürstenried
Schloss Suresnes
Das Barockschloss Suresnes (Aussprache: sü-ränn) wurde 1715 bis 1718 von Johann Baptist Gunetzrhainer nach dem Vorbild des Château de Suresnes bei Paris für Franz von Wilhelm errichtet, den Kabinettssekretär des Kurfürsten Max II. Emanuel. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts arbeiteten dort vorübergehend Künstler wie die Bildhauerin Elisabet Ney und der Maler Paul Klee. Hans Reichel versteckte in seiner Atelierswohnung im Schloss Suresnes Ernst Toller, bis dieser nach einer Denunziation am 4. Juni 1919 festgenommen wurde.
1937 erwarb das Erzbistum München und Freising das Schloss Suresnes (»Werneck-Schlössl«), und seit 1967 gehört das Anwesen zur Katholischen Akademie in Bayern.


Album Katholische Akademie
Schloss Freiham
Freiham ist ab 1136 urkundlich nachweisbar (»villa Frihaim«). Ende des 14. Jahrhunderts war Freiham ein Dorf mit 15 Bauernhäusern und einer Kirche. Im 15. Jahrhundert beanspruchte der Eigentümer Hans Pütrich zwar die Rechte einer Hofmark, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Erst Anton von Berchem erhielt um 1675 die Niedere Gerichtsbarkeit.
Das barocke Schlösschen, das ebenfalls zum Gut Freiham gehört, wurde 1680 für den kurfürstlichen Kammermusiker Achilles von Hermersreuth fertiggestellt und im Lauf der Zeit von wechselnden Besitzern umgebaut. So ließen die Grafen von Yrsch im 19. Jahrhundert die Fassaden neugotisch gestalten. Heute wird die Immobilie von der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung* genutzt, die 2014 bzw. 2021 das Gut Freiham in zwei Schritten erwarb.
*) Mehr zur Edith-Haberland-Wagner-Stiftung im Album über die Geschichte des Münchner Biers


Pelkovenschlössl
Das Pelkovenschlössl (Moosacher Schloss) wurde Ende des 17. Jahrhunderts von den Brüdern Veit Adam und Maximilian von Pelkoven als Hofmarkschloss errichtet. 1722 verkaufte Johann Ernst Kajetan Anton von Pelkoven das Anwesen dem kurfürstlichen Hofkammerrat Johann Baptist von Ruffini (→ Ruffini-Haus). Klemens Hilger, der das Anwesen 1852 erwarb, erweiterte das Gebäude und richtete dort ein Wirtshaus ein, das bis 1880 betrieben wurde. 1910 kaufte die Gemeinde Moosach das Pelkovenschlössl. Seit 2004 wird es als Kultur- und Bürgerhaus genutzt.

Asam-Schlössl
1724 erwarb Cosmas Damian Asam (1686 – 1739) den Landsitz, den der kurfürstliche Hofrat Adrian von Kray 1687 neben der seit dem 14. Jahrhundert bestehenden Schadeneckmühle in Thalkirchen hatte errichten lassen. Der spätbarocke Künstler und Architekt stockte das Gebäude auf und bemalte die Fassade 1729/30 mit damals für München typischen Fresken. Cosmas Damian Asam benannte seinen Landsitz nach dem Schweizer Marien-Wallfahrtsort Kloster Einsiedeln.
Im Zweiten Weltkrieg brannte das »Asam-Schlössl« aus. Der Kirchenmaler Karl Manninger rekonstruierte die Fresken 1981/82 nach Veduten. 1992 erwarb die Augustiner Bräu das Asam-Schlössl im Thalkirchner Ortsteil Maria Einsiedel, und seit 1993 wird dort wieder ein Gasthaus betrieben.

Asam-Schlössl (Fotos: August 2023)















