Pinakothek der Moderne München
Nach einer erfolgreichen Spendenaktion stellte der Freistaat Bayern für den Bau der Pinakothek der Moderne in München ein bis dahin für die Errichtung von Universitätsinstituten vorgesehenes Grundstück der ehemaligen Türkenkaserne zur Verfügung. Das von dem Architekten Stephan Braunfels (*1950) entworfene Gebäude aus Sichtbeton wurde am 16. September 2002 eröffnet. Wegen Baumängeln musste die Pinakothek der Moderne von Februar bis September 2013 renoviert werden.
In der Pinakothek der Moderne sind vier unabhängige Museen untergebracht: im Obergeschoss die Sammlung Moderne Kunst, im Erdgeschoss das Architekturmuseum der TU München, im Untergeschoss die Staatliche Graphische Sammlung sowie Die Neue Sammlung – The International Design Museum Munich.

Matti Suuronen: Futuro
Der finnische Architekt Matti Suuronen entwarf 1968 ein erstes, zunächst als Skihütte konzipiertes Rundhaus aus Fiberglas mit einer Polyurethan-Isolation. Das mit einem Hubschrauber transportierbare »Futuro« in Form eines abgeflachten Rotationsellipsoiden ist sechs Meter hoch und hat einen Durchmesser von acht Metern. Die Nutzfläche beträgt 25 Quadratmeter. Ein »Futuro« stand vier Jahrzehnte lang in Vlotho und wurde als Konferenzzimmer genutzt. 2010 kam es nach Deutschland; 2015 wurde es von der Pinakothek der Moderne erworben, restauriert und vor dem Museum aufgestellt.

Rotunde














Morag Myerscough: Flux
2025 entstand südlich der Pinakothek der Moderne ein Ort der Begegnung mit Spielplatz und Gastronomie nach Entwürfen der englischen Künstlerin Morag Myerscough (*1963). Und im April 2026 erweiterte die Pinakothek der Moderne diesen »Dritten Ort« um eine begehbare Installation im Wintergarten. Fünf Jahre lang soll »Flux« bestehen bleiben.
Den Begriff »Dritter Ort« führte der Soziologe und Stadtplaner Ray Oldenburg (1932 – 2022) 1989 ein. 2001 verwendete er ihn für den Titel seines Buches »Celebrating the Third Place«. Gemeint ist damit ein dritter Ort nach dem Zuhause und dem Arbeitsplatz, ein mehr oder weniger öffentlicher Raum, in dem Menschen sich frei und ohne Hierarchie begegnen, Meinungen austauschen, das Gemeinschaftsgefühl stärken und vielleicht Beziehungen aufbauen. Dabei dachte Ray Oldenburg zum Beispiel an Buchhandlungen, britische Pubs, Wiener Kaffeehäuser – und Münchner Biergärten.







Design
»X-D-E-P-O-T«
Unter dem Titel X-D-E-P-O-T ist seit 10. September 2021 eine Dauerausstellung im Designmuseum im Untergeschoss der Pinakothek der Moderne in München zu sehen. Vor dem Eingang hängt ein knapp 24 Meter langer Pfeil des amerikanischen Künstlers Richard Tuttle (*1941) aus den Jahren 1966/67.

Sonderausstellungen
»Careers by Design«
Um 1600 begannen europäische Künstler wie Hendrick Goltzius (1558 – 1617) und Peter Paul Rubens (1577 – 1640), ihre Werke in Form von Kupferstichen zu verbreiten. Die Pinakothek der Moderne zeigte einige davon vom 13. Juni bis 15. September 2024 in der Ausstellung »Careers by Design«.
Peter Paul Rubens: Charles de Longueval, um 1621, Kupferstich von Lucas Vorsterman
Selbstbildnis 1630, Kupferstich von Paulus Pontius (Fotos: Juli 2024)
Mix & Match
Von 15. September 2022 bis 31. Dezember 2024 präsentierte die Pinakothek der Moderne die Ausstellung »Mix & Match« und meinte dazu: »Unter dem programmatischen Ausstellungstitel MIX & MATCH begegnen sich Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst erstmals in epochen- und medienübergreifenden Themenräumen. Kunstwerke aus 120 Jahren eröffnen in unkonventionellen Gegenüberstellungen lebendige Perspektiven auf zentrale Fragestellungen unserer Gegenwart.«
Wassily Kandinsky: Träumerische Improvisation 1913 / Franz Marc: Tirol 1914 (Fotos: März 2023)

Ernst Ludwig Kirchner: Selbstbildnis als Kranker 1918/30; Tanzschule 1914/25 (März 2023)
Paula Scher: Type is Image
Vom 23. Juni 2023 bis 22. September 2024 zeigte die Pinakothek der Moderne unter dem Titel »Type is Image« die erste Einzelausstellung der US-amerikanischen Grafikdesignerin Paula Scher (*1948) in Deutschland.


Japanische Keramik



Das Fahrrad, Kultobjekt – Designobjekt: 11. November 2022 bis 22. September 2024
»CRAGG«: 7. Februar 2023 bis 7. Mai 2023
»Mix & Match«: 15. September 2022 bis 31. Dezember 2024
Paula Scher: »Type is Image«: 23. Juni 2023 bis 22. September 2024
Maximilian Kirmse: »Berlin Mon Amour«: 8. Februar bis 5. Mai 2024
Flatz: »Something Wrong with Physical Sculpture«: 9. Februar bis 5. Mai 2024
»Walk the Line«: 14. Juni 2024 bis zum 8. September 2024
Hendrick Goltzius, Peter Paul Rubens: »Careers by Design«: 13. Juni bis 15. September 2024
Sigurd Bronger: »Wearables«: 2. März bis 2. Juni 2024
»Social Seating«: 26. April 2024 bis 11. Mai 2025
»Die Farbe von Glas«: seit 4. Juli 2024
Japanische Keramik: 11. Juli 2024 bis 1. September 2024
Pinakothek der Moderne (offizielle Website)






