München: Feldmoching Hasenbergl

Seit 1992 bilden Feldmoching und Hasenbergl den Münchner Stadtbezirk 24: Feldmoching-Hasenbergl.

Feldmoching

Um 800 wurde die damals dreihundert Jahre bajuwarische Siedlung Feldmoching (»Feldmohinga«) erstmals urkundlich erwähnt. Das Gemeindeedikt von 1818 machte daraus eine bayrische Gemeinde. Um 1900 entstanden die Fasanerie und die Lerchenau. Die Nationalsozialisten erzwangen 1938 die Eingemeindung von Feldmoching nach München. Ludwigsfeld kam im Jahr darauf dazu.

Hasenbergl

Weil auf einem bewaldeten Lehmhügel (»Laimpichl«) westlich der heutigen Panzerwiese ab dem 18. Jahrhundert Hasen und Kaninchen für die kurfürstliche Jagd gehegt wurden, nannte man die Erhebung Küniglberg, dann Kaninchenberg und schließlich Hasenbergl. Das Wohngebiet Hasenbergl mit zumeist von den Eigentümern selbst gebauten Häusern entstand in den Fünfzigerjahren, und ab Mai 1960 kam die von Architekten wie Ernst Maria Lang, Ernst Böllemann, Johann Christian Ottow, Helmut von Wertz und dem Gartenarchitekten Alfred Reich (1908 – 1970) geplante Großsiedlung Hasenbergl dazu, die bald schon als sozialer Brennpunkt verrufen war, aber um die Jahrtausendwende mit Infrastruktur, Kultur- und Bildungseinrichtungen erfolgreich umgestaltet wurde.

München Stadtbezirk 24 Feldmoching-Hasenbergl
München, Stadtbezirk 24: Feldmoching-Hasenbergl
München Stadtbezirk 24 Feldmoching-Hasenbergl
München, Stadtbezirk 24: Feldmoching-Hasenbergl

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Am Blütenanger

1947 wurde die damalige Kastanienstraße in Feldmoching in Am Blütenanger umbenannt.

Christophoruskirche

Die nach Plänen des Architekten Erhard Fischer (1930 – 2016) in der Fasanerie gebaute Christophoruskirche wurde 1971 geweiht. Hinter dem Altar befindet sich ein Wandbild von Edzard Seeger (1911 – 1990) aus dem Jahr 1982: »Das apokalyptische Lamm«. Der Kirchturm kam 1993 dazu.

Am Frauenholz

Der Weg »Am Frauenholz« erhielt seinen Namen 2014 nach dem Restwald → Frauenholz nördlich der Siedlung Hasenbergl, der wiederum nach der Einsiedelei »Zu unserer lieben Frau« benannt worden war, in die sich Herzog Wilhelm V. von Bayern nach seiner Abdankung 1597 zurückgezogen hatte.

»Weg der Hoffnung«

Am Frauenholz nördlich der → Kirche Mariä Sieben Schmerzen ist die zweite Station des von der Bildhauerin Alix Stadtbäumer* gestalteten »Wegs der Hoffnung« zu finden. Pflanze: Getreide; Motto: »Hungrige Speisen – Satt werden«.

*) Mehr über Alix Stadtbäumer und den »Weg der Hoffnung« im Album über Kunst im öffentlichen Raum

Weg der Hoffnung
Weg der Hoffnung
Weg der Hoffnung

Blodigstraße

Die Blodigstraße im Stadtteil Hasenbergl erinnert an den österreichischen Augenarzt und Bergsteiger Karl Blodig (1859 – 1956), der alle Viertausender der Alpen bestieg.

»Pferd, sich beißend«

Vor dem »Kulturzentrum 2411« an der Ecke Dülfer- / Blodigstraße in München-Hasenbergl steht seit dessen Eröffnung im Oktober 2012 die bereits 1965 vom Bildhauer Alexander Fischer* (1903 – 1981) geschaffene Plastik »Pferd, sich beißend«.

*) Mehr zu Alexander Fischer im Album über Kunst im öffentlichen Raum

Alexander Fischer: »Pferd, sich beißend« in München-Hasenbergl
Alexander Fischer: »Pferd, sich beißend« (Foto: Januar 2025)

Dülferstraße

Die Dülferstraße im Münchner Stadtteil Hasenbergl erinnert seit 1960 an Johannes Emil (»Hans«) Dülfer (1892 – 1915). Der Musikstudent war einer der besten Felskletterer seiner Zeit und entwickelte dafür auch neue Techniken. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig zum Militär – und kam am 15. Juni 1915 an der Westfront ums Leben.

U-Bahnhof Hasenbergl

Der U-Bahnhof Hasenbergl unter der Dülferstraße wurde im Oktober 1996 eröffnet. Glasflächen der Hintergleiswände reflektieren das Licht der ungewöhnlichen Deckeninstallation.

Album über U-Bahnhöfe in München

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Eggarten-Siedlung

Die Bezeichnung Eggarten geht auf »Ödgarten« zurück, und dieser Begriff bezieht sich auf die Dreifelderwirtschaft mit regelmäßiger Brache. Im 18. Jahrhundert nutzten die Wittelsbacher das Areal zwischen den Gemeinden Moosach und Feldmoching als Oberen Fasangarten.

In der ersten Hälfte der Zwanzigerjahre bot die bayrische Krongutsverwaltung 84 Parzellen des Eggartens im Erbbaurecht an. 62 Familien machten davon Gebrauch, bauten sich Häuser und legten Gärten zur Selbstversorgung an. In den Dreißigerjahren erwarb die Reichsbahn die ehemalige Fasanerie, um einen Rangierbahnhof zu bauen. Beim Beginn des Zweiten Weltkriegs (1939) wurden einige der Häuser der Eggarten-Kolonie abgerissen, um Platz für das Zwangsarbeiterlager Eggarten des Reichsbahn-Ausbesserungswerks Freimann zu schaffen. Als das Deutsche Reich kapitulierte, gab es nur noch zwanzig bewohnbare Häuser in der Eggarten-Siedlung. Die Bahn als Grundstückseigentümer machte daraus eine Eisenbahner-Siedlung und verpachtete weitere Parzellen als Schrebergärten. Der geplante »Verschiebebahnhof München-Nord« wurde nie gebaut, und 1990 gab die Deutsche Bahn das Vorhaben endgültig auf.

2016 gründeten die neuen Grundstückseigentümer, die CA Immo und die Büschl-Gruppe, die gemeinsame »Eggarten Projektentwicklung«. 2020 gab die Gesellschaft bekannt, dass auf dem Gelände, das seit 1996 ganz zu Feldmoching gehört, Wohnungen für 4500 Menschen gebaut werden sollen ‒ knapp die Hälfte davon mietpreisgebunden. Zu diesem Zeitpunkt standen noch zwanzig Häuser, von denen die meisten jedoch nur noch als Gartenhaus benutzt werden durften. 2021 begannen die Abriss-Arbeiten, und die Büschl-Gruppe übernahm 2025 die Anteile der CA Immo an der »Eggarten-Projektentwicklung«. 1000 von 1125 Bäumen sollen gefällt werden (Süddeutsche Zeitung, 28. Mai 2026).

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Fasaneriesee

Drei ab 1938 durch Kiesentnahme für die Anlage des Rangierbahnhofs Nord entstandene Baggerseen im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl wurden Ende der Sechziger-, Anfang der Siebzigerjahre zu Erholungsgebieten umgestaltet. Sowohl geografisch als auch größenmäßig liegt der Fasaneriesee zwischen den beiden anderen Seen der »Dreiseenplatte«. Es gibt einen Rundweg, weitläufige Liegewiesen, Sport- und Bademöglichkeiten.

Fasaneriesee CLICK REFRESH
Fasaneriesee (Foto: August 2023)

Im Frühjahr haben die Gänse Nachwuchs, die Wiesen sind voller Gänseblümchen, und auf dem Wasser schwimmt Blütenstaub.

Fasaneriesee in Feldmoching
Fasaneriesee in Feldmoching
Fasaneriesee in Feldmoching

Ein paar Felsbrocken und eine Texttafel am Fasaneriesee markieren den Ort, an dem 1939 bis 1941 sechshundert bajuwarische Reihengräber aus der Zeit um 550 bis 700 entdeckt wurden: Feldmochings erster Friedhof.

Feldmoching erster Friedhof
Gedenkstätte (Foto: April 2026)

Feldmoching: Bahnhof

Den im Oktober 1996 eröffneten U-Bahnhof Feldmoching plante der Architekt Peter Lanz zusammen mit dem U-Bahn-Referat München. Das Ingenieurbüro Werner Lampl konzipierte die Lichtgestaltung. Die 32 im Siebdruckverfahren hergestellten Wandbilder mit Motiven aus Feldmoching stammen von Florian Heine, Ricarda Dietz und Marc Sigl.

Album über U-Bahnhöfe in München

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Feldmochinger See

Der Feldmochinger See, die größte der zur »Dreiseenplatte« gehörenden Wasserflächen, kann auf einem 2,3 Kilometer langen Fußweg umrundet werden. Außer Bademöglichkeiten, eigens auch für Behinderte, gibt es in dem Erholungsgebiet Liegewiesen, einen Nacktbereich, Grillzonen, Kinderspielplätze und verschiedene Sportmöglichkeiten.

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Feldmochinger Straße

St. Peter und Paul

Die ursprüngliche Pfarrei St. Peter und Paul wurde zwischen 805 und 808 erstmals urkundlich erwähnt und gilt so als älteste Pfarrei im Norden Münchens. Nach einem hölzernen Bauwerk entstand eine romanische Kirche, die im 13./14. Jahrhundert vergrößert und gotisch umgestaltet wurde. In der Renaissance erfolgte eine weitere Veränderung. Ende des 19. Jahrhunderts baute man die Kirche nach Entwürfen des Architekten Johann Marggraff (1830 – 1917) erneut um, dieses Mal im Stil der Neugotik, und der Bildhauer Syrius Eberle* (1844 – 1903) soll damals die Glasfenster entworfen haben. 1895 wurde das Gotteshaus den Aposteln Peter und Paul geweiht.

Das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Gebäude wurde 1959/60 vergrößert wieder aufgebaut. 2001 musste der Turm teilweise erneuert werden, und drei Jahre später fügte man eine neue Decke ein.

*) Mehr zu Syrius Eberle im Album über Kunst im öffentlichen Raum

St. Peter und Paul in Feldmoching
St. Peter und Paul

Den heutigen Altar gestaltete der Bildhauer Reinhold Grübl (1928 – 1994) 1969 aus einem achteinhalb Tonnen schweren Block Veroneser Marmors. Die Reliefs veranschaulichen die Schöpfungsgeschichte.

St. Peter und Paul
St. Peter und Paul: Altar von Reinhold Grübl (Foto: Juni 2026)

In einer Kapelle wird des Pfarrers Josef Grimm (1900 – 1945) gedacht, den die SS am 28. April 1945 ermordete. Über das Glasfenster habe ich keine Informationen gefunden.

St. Peter und Paul
St. Peter und Paul: Seitenkapelle (Foto: Juni 2026)

Zwergbrunnen und Denkmäler

Der Bildhauer Ambros Finkenzeller schuf 1924 den von seinem Kollegen Georg Müller (1880 – 1952) entworfenen Zwergbrunnen: Ein auf Vulkangestein kniender Bronze-Zwerg stemmt das Brunnenbecken. Zu finden ist der kleine Brunnen vor den beiden Gefallenen-Denkmälern zwischen der Grashofstraße und der Feldmochinger Straße.

Das vordere Denkmal erinnert an die Gefallenen und zivilen Opfer der beiden Weltkriege. Das Denkmal dahinter ist in Form einer Mariensäule gestaltet. Es wurde 1897 enthüllt und erinnert an die Feldmochinger Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71.

Frauenholz

Der Restwald nördlich der Siedlung Hasenbergl, südlich vom Korbinianiholz und westlich vom Hartelholz heißt Frauenholz. Der Name bezieht sich auf die Einsiedelei »Zu unserer lieben Frau«, in die sich Herzog Wilhelm V. von Bayern nach seiner Abdankung 1597 zurückgezogen hatte. (Das Gebiet gehörte bis 1962 zu Oberschleißheim.)

»Frauenholz« hieß auch ein 1937 auf dem Gelände der Fliegertechnischen Schule eingerichtetes Barackenlager. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten dort bis 1953 »Displaced Persons«. Dann erwarb die Stadt München das Areal als Wohnanlage für 2000 Menschen. Beim Bau der Großsiedlung Hasenbergl in den Sechzigerjahren wurden die Baracken abgerissen.

Eichelhäher im Frauenholz Hasenbergl
Eichelhäher im »Frauenholz« (Foto: November 2025)

Am Südwestrand des Waldes »Frauenholz« befindet sich ein Areal mit besonders windschief gewachsenen Kiefern.

Windschiefe Kiefern Hasenbergl
Windschiefe Kiefern Hasenbergl

Windschiefe Kiefern (Fotos: November 2025)

Goldschmiedplatz

In die 1960 bis 1971 gebaute Großsiedlung Hasenbergl fuhr von Dezember 1964 bis November 1993 die Münchner Straßenbahn, und an deren Endhaltestelle am Nordende der Schleißheimer Straße entstand der Goldschmiedplatz, benannt nach der Familie Goldschmied aus dem 14. Jahrhundert.

Hanns Goebl (1901 – 1986) studierte 1924 bis 1929 an der Akademie der Schönen Künste München unter anderem bei Joseph Wackerle* und erhielt ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. Danach begann er in der Nymphenburger Porzellan-Manufaktur zu arbeiten.

1963 schuf der Bildhauer eine Skulptur mit Reliefs von Hasen und Rehen, die am Goldschmiedplatz zu finden ist. 2022 entdeckte Silke Wallenhauer vom Bezirksausschuss 24, dass einem der beiden dargestellten Rehe der Kopf fehlte, weil der obere Teil des Kunstwerks verdreht war. Ein Steinmetzbetrieb rückte ihn wieder zurecht.

*) Mehr zu Joseph Wackerle im Album über Brunnen

Goldschmiedplatz Hasenbergl
Skulptur am Goldschmiedplatz (Foto: Oktober 2025)

Die Künstlergruppe »Der Blaue Vogel« hatte an der ehemaligen Trambahnhaltestelle Goldschmiedplatz gesprüht, aber von der Streetart war Ende 2023 viel überschmiert. Im Oktober 2025 fanden wir eine neue Bemalung vor.

Streetart am Goldschmiedplatz Hasenbergl
Streetart am Goldschmiedplatz Hasenbergl

Streetart am Goldschmiedplatz (Fotos: Oktober 2025)

Heinrich-Braun-Weg

Seit 1955 erinnert der Heinrich-Braun-Weg an Heinrich Braun (1732 – 1792), einen Schul- und Bildungsreformer, der 1771 als bayrischer Landeskommissar für das Volksschulwesen die allgemeine Schulpficht anordnete – die allerdings damals in der Praxis noch nicht durchzusetzen war.

»Weg der Hoffnung«

Südlich des Wichern-Zentrums der Diakonie am Heinrich-Braun-Weg 9 im Stadtteil Hasenbergl ist die 3. Station des von der Bildhauerin Alix Stadtbäumer* gestalteten »Wegs der Hoffnung« zu finden. Pflanze: Weinstock; Motto: »Durstige tränken – Lernen dürfen«.

*) Mehr über Alix Stadtbäumer und den »Weg der Hoffnung« im Album über Kunst im öffentlichen Raum

Josef-Frankl-Straße

1947 benannte man die damalige Bahnhofstraße in Feldmoching nach Josef Frankl (1873 – 1950) um, einen ehemaligen Bürgermeister von Feldmoching.

Kunst im öffentlichen Raum

Beim Durchgang des Wohnhauses an der Josef-Frankl-Straße 7a steht eine zweiteilige Skulptur, über die ich leider keine weiteren Informationen finden konnte.

Josef-Frankl-Straße 7a
Josef-Frankl-Straße 7a

Doppel-Skulptur an der Josef-Frankl-Straße 7a (Fotos: April 2026)

Beim Haus für Kinder an der Josef-Frankl-Straße 17b fällt die Plastik eines sich am Boden wälzenden Schweins auf.

Haus für Kinder Feldmoching
Plastik beim Haus für Kinder (Foto: April 2026)

Fassadenmalerei

An der Mocho-Apotheke (Josef-Frankl-Straße 47) fällt eine ungewöhnliche Fassadenmalerei auf. Der Spruch lautet: »Anno 1909 von Georg und Therese Obersojer erbaut – Gott schütze dieses Haus«. Bei Georg Obersojer (1866 – 1933) und Therese Obersojer (geb. Grabmeier, 1870 – 1926) handelte es sich um Angehörige einer Familie, die seit 1824 einen landwirtschaftlichen Betrieb in Feldmoching betreibt.

Georg und Therese Obersojer
»Anno 1909 von Georg und Therese Obersojer erbaut« (Foto: Juni 2026)

Knospenstraße

In der Knospenstraße in Feldmoching, die ihren Namen seit 1938 trägt, gibt es selbstverständlich Knospen und Blüten zu bestaunen, zum Beispiel an einem Kirschbaum an der Kreuzung mit der → Schaarschmidtstraße (Knospenstraße 24) und einen Apfelbaum ein paar Schritte weiter östlich davon.

Lassallestraße

Die frühere Aufhüttenstraße in Feldmoching wurde 1963 nach dem Sozialisten Ferdinand Lassalle (1825 – 1864) umbenannt. Er gründete 1863 in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. Aus dessen Zusammenschluss mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands 1875 in Gotha ging die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hervor.

Martin Blumöhr: »Kaninchenbau«

»Alice im Wunderland« inspirierte Martin Blumöhr (*1981) zum Kunstprojekt »Kaninchenbau« im Fußgängertunnel unter der Lassallestraße am Lerchenauer See. Wegen zwei Bränden und anderen mutwilligen Zerstörungen dauerte die Arbeit von 2020 bis Oktober 2024.

Album über Martin Blumöhr

»Das Lerchenauer«

»Das Lerchenauer« befindet sich nördlich der Siedlung an der Max-Wönner-Straße in Feldmoching (Adresse: Lassallestraße 111). Es handelt sich um einen Freizeittreff für Kinder und Jugendliche nach den Leitlinien des Kreisjugendring München-Stadt.

Streetart am »Lerchenauer« (Fotos: November 2025)

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Lerchenauer See

Der bis zu sieben Meter tiefe Lerchenauer See ist die kleinste Wasserfläche der »Dreiseenplatte« in Feldmoching. Das Areal wurde 1967 bis 1974 nach Plänen des Landschaftsarchitekten Alfred Reich (1908 – 1970) gestaltet. Dazu gehört neben Bade-und Grillplätzen und einem Rundweg eine ausgedehnte Grünfläche am Südufer mit Spielplatz und Rodelhügel.

Lerchenauer See in Feldmoching CLICK REFRESH
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Lerchenauer See (Fotos: Juli 2023)
Lerchenauer See
Lerchenauer See, zugefroren (Foto: Januar 2026)

Lerchenstraße

Als Feldmoching 1938 von München eingemeindet wurde, erhielt die Lerchenstraße ihren heutigen Namen.

In der Lerchenstraße 66 befinden sich der Deutsch-Marokkanische Kulturverein e. V. und die Moschee Al-Mohssinin. Am Eingang fällt ein Sgraffito-Wandbild mit einer landwirtschaftlichen Szene auf.

Moschee Al-Mohssinin
Moschee Al-Mohssinin (Foto: April 2026)

Schaarschmidtstraße

Die Schaarschmidtstraße in Feldmoching wurde 1947 nach dem Bergsteiger Werner Schaarschmidt (1887 – 1943) benannt.

Ein paar hundert Meter vom S- und U-Bahnhof Feldmoching entfernt teilt sich die Schaarschmidtstraße in zwei Fahrbahnen. Sie umschließt einen Grünstreifen mit einer Allee, der zu den Orten mit der eindrucksvollsten Kirschblüte in München zählt.

Kirschblüte in Feldmoching
Kirschblüte in Feldmoching

Kirschblüte in Feldmoching (Fotos: 21. April 2025)

Kirschblüte in Feldmoching
Kirschblüte in Feldmoching

Kirschblüte in Feldmoching (Fotos: 22. April 2026)

Stanigplatz

Der Stanigplatz im Münchner Stadtteil Hasenbergl erinnert an Valentin Stanič (1774 – 1847), einen Geistlichen, der im August/September 1800 zu den Erstbesteigern des Watzmanns und des Hohen Gölls zählte.

Alten- und Service-Zentrum

2024 schmückte Loomit (Mathias Köhler, *1968) mit Hilfe von Freiwilligen die Korridore des Alten- und Service-Zentrums (ASZ) am Stanigplatz 8a mit bunten Wandbildern.

Loomit: Wandbilder im ASZ Hasenbergl
Loomit: Wandbilder im ASZ Hasenbergl

St. Nikolaus, Hasenbergl

Die römisch-katholische Kirche St. Nikolaus (Stanigplatz 13) wurde 1962/63 nach Entwurf des Architekten Hansjakob Lill (1913 – 1967) errichtet – parallel zur evangelischen Kirche nebenan. Auf der Spitze des freistehenden Kirchturms aus Beton zeigt ein vom Bildhauer Richard Stammberger geschaffener Wetterhahn die Windrichtung an. Die vier vom Glasmaler Hans Dumler (1922 – 2017) gestalteten Fenster des Zentralbaus stellen die vier wichtigsten Feste des Kirchenjahres dar: Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Allerheiligen.

Stösserstraße

1960 benannte man eine Straße im Münchner Stadtteil Hasnbergl nach Walter Stößer (1900 – 1935). Der erfahrene Bergsteiger wollte nach vielen erfolgreichen Erstbegehungen am 1. August 1935 mit Theo Seybold die Morgenhorn-Nordwand in den Berner Alpen bezwingen. Aber kurz vor dem 3623 Meter hohen Gipfel stürzte Theo Seybold ab und riss Walter Stößer mit in den Tod. Der Hüttenwart der Gspaltenhornhütte beobachtete es, aber die Leichen wurden nie gefunden.

Streetart

Thelottstraße

Die Thelottstraße im Stadtteil Hasenbergl erinnert seit 1968 an den Zeichner, Kupferstecher und Goldschmied Johann Andreas Thelott (1655 – 1734).

»Hasenbrunnen«

Am Ende der Schleißheimer Straße (Adresse: Thelottstraße 4) im Stadtteil Hasenbergl befindet sich eine 1973 im Auftrag der Stadt München von der Bildhauerin Ulla Scholl (1919 – 2011) gestaltete Großplastik aus Beton: der »Hasenbrunnen«.

Hasenbergl Hasenbrunnen Ulla Scholl
Ulla Scholl: »Hasenbrunnen« (Foto: November 2025)

»Kugelnder Bär«

Vor der Städtischen Kindertagesstätte in der Thelottstraße 18 ist die 1968 von Martin Mayer (1931 – 2022) gestaltete Bronzefigur »Kugelnder Bär« zu finden.

Mariä Sieben Schmerzen

Der Architekt Franz Ruf (1909 – 1997) baute 1969/1970 die katholische Kirche Mariä Sieben Schmerzen an der Thelottstraße 28 im Stadtteil Hasenbergl. Das zeltförmige Dach wird von sieben für die Schmerzen Mariens stehenden Doppelsäulen getragen.

Kirche Mariä Sieben Schmerzen Hasenbergl

Der von Karl Knappe (1884 – 1970) entworfene Tabernakel befindet sich an einer Steinwand unter einer Lichtkuppel hinter dem Altar. – Die 17 Stationen des ebenso ungewöhnlichen Kreuzwegs wurden von der Bildhauerin Regina V. Schmidt (*1950) mit geprägtem Papier gestaltet.

Weitlstraße

Die Weitlstraße erinnert seit 1953 an Georg Weitl (1859 – 1926), der 1915 als Lehrer nach Feldmoching kam.

»Weg der Hoffnung«

Im Garten der Augustinum Seniorenresidenz Nord an der Weitlstraße 66 befindet sich die vierte Station des von der Bildhauerin Alix Stadtbäumer* gestalteten »Wegs der Hoffnung«. Pflanze: Ginko-Baum; Motto: Kranke pflegen – Gesund bleiben.

*) Mehr über Alix Stadtbäumer und den »Weg der Hoffnung« im Album über Kunst im öffentlichen Raum

Weg der Hoffnung
»Weg der Hoffnung«: »Kranke pflegen – Gesund bleiben« (Foto: Juni 2026)

Wintersteinstraße

Die Wintersteinstraße im Stadtteil Hasnbergl wurde 1963 nach der im 17. Jahrhundert in Augsburg tätigen Goldschmied-Familie Winterstein benannt.

Streetart

Alben über Urban Art bzw. Streetart in München