München: Paulskirche, St. Paul
Nördlich der Theresienwiese begann Eduard Schneider 1892 mit dem Bau einer neugotischen Kirche nach Entwürfen von Georg von Hauberrisser* (1841 ‒ 1922). Der Bauleiter starb jedoch bereits Ende 1893. 1906 wurde die Paulskirche in der → Ludwigsvorstadt fertiggestellt.
Durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg gingen große Teile der Ausstattung verloren.
Am 17. Dezember 1960 streifte ein in → Riem gestartetes amerikanisches Militärflugzeug die Spitze des 97 Meter hohen, nach dem Vorbild des Kaiserdoms in Frankfurt am Main gestalteten Hauptturms und stürzte auf eine Straßenbahn an der Ecke Bayerstraße / Martin-Greif-Straße. Dabei kamen 52 Menschen ums Leben.
2011 bis 2021 fand eine Außenrenovierung der Kirche am St.-Pauls-Platz statt.
*) Mehr zu Georg von Hauberrisser im Album über Architekten
Außenansicht







Aussicht vom Turm
Eine Turmbesteigung ist nur während der Wiesn (Oktoberfest) und des Frühlingsfestes auf der Theresienwiese möglich (und auch dann nur, wenn keine Messe gefeiert wird). Einen Aufzug gibt es nicht; 252 Treppenstufen sind es bis zur schmalen umlaufenden Aussichtsplattform in halber Turmhöhe (50 m) der Paulskirche. Aber auch wegen der engen Wendeltreppe dauert der Auf- und Abstieg mit Gegenverkehr einige Zeit.


Blick vom Turm der Paulskirche auf die Wiesn (Fotos: September 2026)
Die Architekten Adolf Schwiening (1859 – 1941) und Robert Rehlen (1847 – 1916) gestalteten das 1909 in der Schwanthalerstraße 89 gebaute neubarocke Schulhaus, das inzwischen unter Denkmalschutz steht und als »Haus für Kinder« genutzt wird.






Aussicht vom Turm der Paulskirche (Fotos: September 2026)
Fassaden




Innenansichten














Georg Busch (1862 – 1943) gestaltete 1905 bis 1913 die Kreuzwegstationen.


Den Josefsaltar in St. Paul gestaltete der Bildhauer und Holzschnitzer Thomas Buscher* (1860 – 1937) um 1905.
*) Mehr zu Thomas Buscher im Album über Kunst im öffentlichen Raum
Josefsaltar von Thomas Buscher (Fotos: November 2024 / April 2026)















