Pasing: August Exter

Der Architekt August Exter (1858 – 1933) kaufte 1892 ein Stück Ackerland, ließ es erschließen, parzellierte es und verkaufte bis 1895 alle 120 Baugrundstücke. Zugleich bot er schlüsselfertige Häuser nach eigenen Plänen in verschiedenen Varianten an, aber die Käufer – wie beispielsweise Ludwig Statzner, der selbst Architekt war – konnten auch ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen. So gründete August Exter nach dem Konzept einer Gartenstadt die »Villenkolonie Neu-Pasing I«, die seit 1973 unter Ensembleschutz steht.

Eigentlich wollte er die Anlage nach Osten erweitern, aber da kamen ihm Bodenspekulanten zuvor. Für die im Westen benachbarte »Villenkolonie Neu-Pasing II« stellte die Familie Riemerschmid ein Areal zur Verfügung. Das von August Exter initiierte Projekt entstand zwar ab 1897, allerdings nicht mehr unter seiner Leitung, denn im selben Jahr musste er sein Baugeschäft aufgeben, und zwei Jahre später erwarb die Terraingesellschaft Neu-Westend AG das noch unbebaute Gelände.

2019 bzw. 2021 bemalte der Künstler, Architekt, Musiker und Kirchenrestaurator Wolfgang Haller zwei Trafohäuschen in München-Pasing zu Ehren von August Exter.

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Trafohäuschen 3304

Wolfgang Haller bemalte 2019 die um 1900 errichtete Netztrafostation 3304 am Anfang der Alten Allee in Pasing zur Erinnerung an August Exter.

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»Café Exter«

2021 machte Wolfgang Haller aus der 1895/96 errichteten Netztrafostation 3371 am Wensauerplatz in Pasing ein weiteres Kunstwerk zu Ehren von August Exter. Weil in den Pasinger Villenkolonien um 1900 auch einige Künstlerinnen und Künstler wohnten, porträtierte Wolfgang Haller u. a. Gabriele Münter, Franz Marc und Wassily Kandinsky.

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